Die Stadt Wangen hat am 15.08.2025 einen Antrag auf Förderung zur Unterstützung des Gigabitausbaus gestellt und damit einen weiteren bedeutenden Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen digitalen Infrastruktur unternommen. Ziel des Vorhabens ist es, die Breitbandversorgung im Stadtgebiet nachhaltig zu verbessern und die Voraussetzungen für eine leistungsfähige, flächendeckende Glasfaseranbindung zu schaffen.
Nach Einreichung des Antrags erhielt der Zweckverband Breitbandversorgung am 13.11.2025 zunächst einen vorläufigen Förderbescheid des Bundes in Höhe von 40 Millionen Euro. Grundlage dieses Bescheids bildet eine Grobkostenschätzung für das Gesamtprojekt in Höhe von rund 80 Millionen Euro. Diese Kostenschätzung wurde auf Basis der bestehenden FTTB-Masterplanung sowie unter Berücksichtigung der anzuschließenden Teilnehmeranschlüsse ermittelt. Bei diesem Investitionsvolumen handelt es sich um die bislang höchste jeweils in einem Förderbescheid für eine einzelne Kommune bewilligte Summe in der Geschichte des Zweckverbands Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg – ein deutliches Zeichen für die Dimension und Bedeutung des Projekts.
Ergänzend zur Bundesförderung wurde die Kofinanzierung durch das Land Baden-Württemberg in Höhe von bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten beantragt. Am 15.12.2025 erging hierzu ein weiterer Zuwendungsbescheid in Höhe von 32 Millionen Euro. Durch die kombinierte Förderung von Bund und Land wird ein erheblicher Teil der Gesamtinvestitionskosten abgedeckt. Für die Stadt Wangen verbleibt damit ein voraussichtlicher Eigenanteil von rund 8 Millionen Euro, der aus kommunalen Mitteln aufzubringen ist.
Derzeit befindet sich das Projekt in der Phase der Ausschreibung des Gigabit-Netzbetriebsvertrags. Dieser Schritt ist von zentraler Bedeutung, da hiermit die spätere technische und wirtschaftliche Betriebsführung des Netzes geregelt wird. Im Anschluss an diese Vergabe kann die Ausschreibung der Planungsleistungen im Rahmen des Graue-Flecken-Programms 2.0 erfolgen, das den weiteren gezielten Ausbau bislang unterversorgter Bereiche vorsieht.
Um jedoch eine effiziente, wirtschaftliche und technisch abgestimmte Planung sicherzustellen, ist es zwingend erforderlich, dass der Ausbau im Rahmen des Weiße-Flecken-Programms vollständig abgeschlossen und ordnungsgemäß dokumentiert ist. Nur so können Überschneidungen, Doppelplanungen oder unnötige Kosten vermieden werden. Die notwendige Abstimmung zwischen den beiden Förderprogrammen führt derzeit zu zeitlichen Verzögerungen beim Projektstart im Graue-Flecken-Programm. Diese Verzögerungen dienen jedoch der Qualitätssicherung und tragen langfristig zu einer nachhaltigen und wirtschaftlich sinnvollen Umsetzung des Gesamtprojekts bei.