Hauptbereich
Stadt Ravensburg
Die Kommunen im Landkreis Ravensburg möchten ihre unterversorgten Bereiche mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen versorgen und eine zukunftsfähige Glasfaserinfrastruktur errichten. Dazu wurden zunächst Markterkundungsverfahren durchgeführt. Hiermit wird gewährleistet, dass in den nächsten drei Jahren kein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen stattfindet und ein Marktversagen vorliegt. Dies ist die Voraussetzung, gemäß Bundesförderbestimmungen, für einen geförderter Ausbau.
Durch den kommunalen Breitbandausbau wird den Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Gewerbetreibenden und Bildungseinrichtungen eine zukunftsweisende Internetversorgung zur Verfügung gestellt, denn eine flächendeckende Internetverbindung ist ein wichtiger Entscheidungsfaktor bei der Auswahl eines Gewerbestandorts oder Wohnorts.
Die drei Programme des Breitbandausbau
- Ausbau im weißen Flecken Programm - Adressen mit einer Versorgungsleistung von unter 30 Mbit/s im Download
- Ausbau im graue Flecken Programm 1.0 - Adressen mit einer Versorgungsleistung von unter 100 Mbit/s im Download
- Ausbau im graue Flecken Programm 2.0 - Adressen mit einer Versorgungsleistung von unter 250 Mbit/s im Download
Über die landkreisweiten Markterkundungen zum jeweiligen Förderprogramm, wurden in der Kommune Ravensburg unterversorgte Haushalte für das weiße Flecken Programm festgestellt. Ausgebaute Adressen können zukünftig mit bis zu 1000 mbit/s Highspeed im Internet surfen.
WFP-Projekt Ravensburg Vollausbau weiße Flecken
Ingenieurdienstleistungen
Altshausen, 22.06.2023
Am 21. Juni 2023 fand der Unterschriftstermin für die Ingenieurleistungen zum Breitbandausbau der weißen Flecken in der Stadt Ravensburg statt. Die Vergabe der Ingenieurleistungen erfolgte an die RBS wave GmbH aus Ettlingen, welches sich im zweistufigen europaweiten Auswahlverfahren durchsetzte. Die Ausschreibung erfolgte nach VgV und die Projektkosten umfassen insgesamt ca. 23 Millionen Euro.
Das Ausbauprogramm umfasst die sogenannten „weissen Flecken“ auf dem Gebiet der Stadt Ravensburg. Im Zuge des geplanten Ausbaus werden insgesamt über 1.500 unterversorgte Privathaushalte angeschlossen. Der Ausbau betrifft Adressen, welche momentan mit einer Downloadgeschwindigkeit von unter 30 Mbit/s versorgt sind („weisse Flecken“).
Sobald die Planungen vom Ingenieurbüro abgeschlossen sind, wird mit dem Bau des Netzes begonnen.
Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) mit 50% und durch das Land Baden-Württemberg mit 40% der anrechenbaren Kosten gefördert. Dank dieser großartigen Unterstützung kann die Stadt Ravensburg mit nur 10% Eigenkapital den Breitbandausbau voranbringen.
Der Zweckverband Breitbandversorgung bedankt sich bei den Fördermittelgebern und freut sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Projektbeschreibung - Schmalegg, Hinzistobel
Die Stadt Ravensburg hat am 01.03.2021 einen Förderantrag über das Bundesförderprogramm Breitband gestellt. Das Antragsverfahren ist zweistufig. Nach der Antragsstellung erhält der Zuwendungsempfänger zunächst einen Förderbescheid in vorläufiger Höhe. Diesem Bescheid liegt eine Grobkostenschätzung zu Grunde, die auf Grundlage der FTTB-Masterplanung und der anzuschließenden Teilnehmer ermittelt wurde.
Nach Erhalt der Kofinanzierung durch das Land Baden-Württemberg in Höhe von bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten, wurde mit der Ausschreibung der Planungsleistungen begonnen.
Am 21.06.2023 konnte nach einer europaweiten Ausschreibung, der Ingenieurvertrag zwischen dem Zweckverband Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg (ZVB RV) und der RBS wave GmbH aus Ettlingen für die Umsetzung des flächendeckenden Breitbandausbaus (FTTx) in der Kommune Ravensburg unterschrieben werden. Dies stellt den Startschuss für die praktische Umsetzung einer flächendeckenden Breitbandversorgung in der Kommune Ravensburg dar.
Eine vollständige Ausführungsplanung wurde innerhalb kürzester Zeit erstellt und die Bauausschreibung wurde veröffentlicht. Die Auftragsvergabe für den Bauabschnitt Schmalegg an das Bauunternehmen Harald Klein GmbH erfolgte am 04.07.2025. Die Auftragsvergabe für den Bauabschnitt Hinzistobel erfolgte bereits am 16.06.2025 ebenfalls an das Bauunternehmen Harald Klein GmbH. Es wird insgesamt vier Bauabschnitte geben.
Nach Baustart wird der Bewilligungsbescheid in vorläufiger Höhe beim zuständigen beliehenen Projektträger Breitbandförderung PricewaterhouseCoopers GmbH in Berlin, mit den Kosten der Ausschreibungsergebnisse konkretisiert. Wenn dies abgeschlossen ist, gewährt der Projektmittelgeber einen Zuwendungsbescheid in abschließender Höhe.
Im Bundesförderprogramm sind grundsätzlich zwei Verfahrensvarianten möglich. Im Landkreis Ravensburg findet das Betreibermodell Anwendung. Die Wahl des Netzbetreibers im Landkreis Ravensburg wurde bereits im Jahr 2016 ausgeschrieben und der Zuschlag ging an die NetCom BW.
Eckdaten zu den Bauabschnitten Schmalegg und Hinzistobel zum Förderantrag der Stadt Ravensburg:
- Hausanschlüsse im weißen Fleck: 453
- Investitionskosten: ca. € 6,9 Millionen
- Förderhöhe Bund: ca. € 3,4 Millionen
- Förderhöhe Land: ca. € 2,8 Millionen
- Eigenanteil: ca. € 700.000,-
Der Zweckverband Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg bedankt sich beim Bundesministerium für Digitales und Verkehr sowie beim Land Baden-Württemberg für die Unterstützung des kommunalen Breitbandausbaus und die in Aussicht gestellten Fördermittel.
Zweck der Förderung ist die Unterstützung eines effektiven und technologieneutralen Breitbandausbaus zur Errichtung eines nachhaltigen und gleichzeitig zukunfts- und hochleistungsfähigen Breitbandnetzes in unterversorgten Bereichen, in denen für die kommenden drei Jahre kein eigenwirtschaftlicher Ausbau ansteht.
Spatenstich
Mit einem symbolischen Spatenstich am 17. Juli 2025, startet der Zweckverband Breitbandversorgung den Breitbandausbau der weißen Flecken in der Stadt Ravensburg.
Der Verbandsvorsitzende des Zweckverband Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg, Bürgermeister Oliver Spieß begrüßte seine Gäste am Bauernhof Hespeler im Ortsteil Hinzistobel, der Stadt Ravensburg. Unter den Zuhörern befand sich unter anderem die Bundestagsabgeordnete Agnieszka Brugger, vom Projektträger PricewaterhouseCoopers GmbH die Regionalberaterinnen Franziska Aichele und Elena Clesle sowie aus dem Ministerium des Inneren, für Digitales und Staatsmodernisierung der Referent Ay. Der stellvertretende Ministerpräsident und Minister des Inneren, für Digitales und Staatsmodernisierung, Thomas Strobl, konnte aus terminlichen Gründen nicht anwesend sein.
Verbandsvorsitzender Oliver Spieß begrüßt Herrn Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp und bedankt sich bei seinem Grußwort bei den Vertretern von Bund und Land für die großzügige Förderung, die den Ausbau erst möglich machen.
Herr Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp weist in seinem Grußwort darauf hin, dass Ravensburg gleichzeitig Stadt und Land sei. „Wir müssen jede Hofstelle mit Glasfaser anschließen.“ Durch die Förderung von Bund und Land sei die Breitbandförderung der größte Einzelzuschuss in der Geschichte der Stadt Ravensburg, für eine Maßnahme.
Herr Ay lässt im Namen von Herrn Strobl ausrichten, dass das Land Baden-Württemberg einen flächendeckenden Ausbau im Land verfolge und Frau Aichele vom Projektträger PWC GmbH betonte, dass uns die vergangenen Jahre die Grundbedürfnisse verdeutlicht haben.
Herr Stephan Linz, technischer Geschäftsführer der TeleData GmbH, freut sich dass durch diesen geförderten Ausbau zukünftig auch die östlichen Ortsteile von Ravensburg durch die TeleData versorgt werden können.
In den kommenden Monaten werden in den Ortsteilen Hinzistobel und Schmalegg insgesamt ca. 30 km Glasfaserkabel in die Erde gebracht, 2 PoP Standorte und 19 Netzverteiler neu errichtet.
Bei diesen beiden Bauabschnitten werden bereits insgesamt 453 Hausanschlüsse erstellt, welche Übertragungsraten von 1000 Mbit/s und mehr ermöglichen. Insgesamt wird es 4 Bauabschnitte in der Stadt Ravensburg geben.
Die Projektkosten für die beiden ersten Bauabschnitte belaufen sich auf rund € 6,9 Millionen, wobei diese bis zu 50 % vom Bund und 40 % vom Land Baden-Württemberg gefördert werden. Der Eigenanteil der Stadt beläuft sich demnach auf rund € 700.000. Der Bund unterstützt das Projekt mit rund € 3,4 Millionen und das Land mit rund € 2,8 Millionen.
Nur durch die gemeinsame Förderung durch den Bund und das Land Baden-Württemberg sind die Ausbauten von der Stadt zu bewältigen.
Die Bauunternehmen, Stadtverwaltung und der Zweckverband Breitbandausbau stimmen sich bei den einzelnen Bauabschnitten eng miteinander ab und bemühen sich den Ausbau gut und schnell zu bewältigen. Ein wichtiger Punkt dabei: Der Glasfaseranschluss kommt nicht von allein ins Haus. Die Eigentümer müssen dafür ihr Einverständnis in Form eines Hausanschlussvertrages erteilen. Denn um den Glasfaseranschluss zu legen, müssen die Mitarbeiter privaten Grund betreten.
Der Zweckverband Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg betreut aktuell ein Gesamtvolumen in Höhe von knapp € 450 Millionen und hat bereits seit 2012 mit 128 Landesförderprojekten den Backbone Ausbau im Landkreis ausgebaut und somit die Grundlage für den heutigen FTTx-Ausbau geschaffen.

Projektfortschritte Ravensburg - BA Schmalegg + Hinzistobel
11.03.2026
Für die Erschließung der Ortsdurchfahrt in Hinzistobel ist derzeit eine verkehrsrechtliche Vollsperrung eingerichtet. Diese Maßnahme ist notwendig, um die Bauarbeiten im Straßenbereich sicher und effizient durchführen zu können. Durch die Sperrung kann ohne Beeinträchtigung des fließenden Verkehrs gearbeitet werden, was sowohl die Arbeitssicherheit als auch den Baufortschritt verbessert.
Die Harald Klein GmbH führt in diesem Bereich die Tiefbauarbeiten aus. Im Anschluss an die eingerichtete Vollsperrung sind in diesem Abschnitt bereits rund 80 % der geplanten Tiefbauarbeiten abgeschlossen. Dazu zählen unter anderem das Herstellen der Trassen, das Verlegen von Leerrohren sowie weitere vorbereitende Maßnahmen für die spätere Verlegung der Kabel.
Parallel dazu laufen auch Arbeiten in Schmalegg. Dort werden aktuell die Trassen im Bereich des Schmalegger Tobels hergestellt. Aufgrund der topografischen Gegebenheiten und der Lage im Tobel erfordern die Bauarbeiten eine besonders sorgfältige Umsetzung. Trotz dieser anspruchsvollen Bedingungen werden anschließend bereits etwa 10 % der vorgesehenen Tiefbauarbeiten erfolgreich umgesetzt sein.
Insgesamt schreiten die Arbeiten somit sowohl in Hinzistobel als auch in Schmalegg planmäßig voran. In den kommenden Wochen sollen die noch offenen Bauabschnitte weiter vorangebracht werden, damit die Tiefbauarbeiten Schritt für Schritt abgeschlossen werden können.
27.10.2025
Nach dem symbolischen Spatenstich ist das Bauprojekt nun offiziell gestartet: Die Harald Klein GmbH hat Mitte Oktober mit den Tiefbauarbeiten im Bereich Hinzistobel begonnen. Dort werden zunächst die vorbereitenden Erdarbeiten durchgeführt. Dazu zählen unter anderem das Ausheben der Baugruben und Leitungsgräben sowie weitere Maßnahmen, um das Gelände für die folgenden Bauabschnitte vorzubereiten.
Im Ortsteil Schmalegg ist der Beginn der Tiefbauarbeiten ebenfalls geplant. Aufgrund der winterlichen Witterung werden diese Arbeiten jedoch erst nach der Winterpause im neuen Jahr aufgenommen. Sobald die Wetterbedingungen es zulassen, starten auch dort die notwendigen Erd- und Vorbereitungsarbeiten.
Mit dem Fortschreiten der Tiefbauarbeiten wird ein wichtiger Grundstein für die weitere Umsetzung des Projekts gelegt.
Das Projekt wird mit bis zu 50% aus dem Bundesförderprogramm Breitband und darüber hinaus mit bis zu 40% aus Landesmitteln der VWV Breitbandfinanzierung gefördert.










